„klass arbeiten – xsund bleiben“

 

FCG bringt positive Strategie gegen das Burnout

 

Studie erforscht Leitlinien für die psychische  Gesundheit im Unternehmen

 

Die Zahl der Burnout-Opfer steigt dramatisch. Die Anforderungen an die Mitarbeiter/innen steigen und viele fühlen sich überfordert. Die Christgewerkschafter und mehr als 1000 steirische Betriebsräte/innen und  Personalvertreter/innen  haben gemeinsam mit der Universität Graz eine Studie  gestartet. Wissenschaftlich fundiert sollen völlig neue Strategien gegen das Burnout-Syndrom entwickelt werden.

 

Eine neue Strategie gegen Burnout entwickeln die steirischen Christgewerkschafter: Aufbauend auf der „Burnout-Hilfe-Plattform“ im Internet „http://www.hilfe-ich-verbrenne.at/“ will man Burnout nicht nur bekämpfen, sondern bereits im Ansatz verhindern. Und dazu in einer großen Studie herausfinden, welche seelischen Belastungen bei der Arbeit jeweils für das Burnout-Syndrom verantwortlich sind. Die Studie „Klass arbeiten – gesund bleiben“ entsteht in Zusammenarbeit mit der Universität Graz. Befragt werden sollen als erster Schritt ArbeitnehmerInnen, in weiterer Folge dann Arbeitgeber und Führungskräfte. Ziel ist, Burnout fördernde Faktoren auf der Unternehmensseite ausfindig machen: Als Ergebnis erhofft sich die Christgewerkschaft Tests und Strategien zur Eindämmung der am Arbeitsplatz verursachten Burnout-Syndrome.

 

„Prävention statt nur reparieren“

Das Burnout-Syndrom soll nicht erst bekämpft werden, wenn es bereits zu spät ist, wünscht sich Franz Gosch, AK-Vizepräsident und FCG-Landesvorsitzender. „Wir müssen weg von der Reparaturgesellschaft und die Prävention zum Prinzip machen.“ Wobei es um eine Hilfe für beide Partner in der Arbeitswelt geht: Für die gute Entwicklung eines Unternehmens ist ein gesundes Arbeitsumfeld notwendig.

„Auch für die seelische Gesundheit der MitarbeiterInnen muss es Sicherheitsstandards geben, wir definieren das optimale Arbeitsumfeld, in dem die MitarbeiterInnen gesund bleiben und eine Klasse-Leistung bringen können“, sagt Studienleiter Dr. Paul Jimenez. „Mit diesem Projekt treffen sich die Interessen von Arbeitnehmern und Wirtschaft auf einer gesicherten wissenschaftlichen Grundlage.“

Die Arbeitnehmer für die Befragung erreichen die Studienverantwortlichen über mehr als 1000 Personalvertreter; auch im Internet auf www.hilfe-ich-verbrenne.at kann jeder teilnehmen. Fragen des Tests behandeln Arbeitsbelastung, Handlungsspielraum, Anerkennung, Gemeinschaftsgefühl, Gerechtigkeit, Wertvorstellungen, Reflexion und Gesundheitsbewusstsein.

 

Zwei Millionen Krankenstandstage

20 bis 30 Prozent aller Beschäftigten zählen zur Burnout-Risikogruppe. Jede(r) Zweite verspürt im Berufsalltag seelischen Druck und Zeitdruck. Die Krankenstandstage aufgrund psychischer Probleme sind laut Hauptverband der SV-Träger auf 2 Millionen angestiegen (plus 73 Prozent in zehn Jahren). Im Durchschnitt gehen den österr. Unternehmen damit 10 bis 15 Prozent der Leistungs- und Ertragsfähigkeit verloren.