Stopp dem Postraub
Posträumkommando sofort stoppen
Christgewerkschafter-Volksbegehren gegen Kahlschlag
"Postraub ist kein Kavaliersdelikt. Schließlich geht es um die geplante Vernichtung von über 1.300 steirischen Vollarbeitsplätzen und der Schließung von jedem zweiten Postamt im Lande." Mit drastischen Worten fordert der steirische AK-Vizepräsident Franz Gosch den Postvorstand und den politisch verantwortlichen Bundesministerin Doris Bures auf, die Infrastruktur im Land aufrecht zu erhalten. Bundeskanzler Faymann hat noch im Herbst angekündigt dass es einen 6-monatigen Aufschub über alle Maßnahmen die Post betreffend geben wird, offenbar war diese Ankündung nur eine Schlaftablette, von der es jetzt ein böses Erwachen gibt, sagt Franz Gosch AK-Vizepräsident und Chef der steirischen Christgewerkschafter.
FCG-Personalvertreter Christian Höllerbauer ist erbost: „Offenbar hat der Postvorstand nur Scheinverhandlungen mit der Personalvertretung geführt. Ich bin dafür den Streikbeschluss der Gewerkschaft wieder aufleben zu lassen und die Kampmaßnahmen fort zu führen.“
Stopp dem Postraub
Das beschlossene FCG-Volksbegehren „Stopp dem Postraub“ steht unmittelbar vor der Einreichung beim Bundesministerium. Derzeit gibt es 30.000 Unterstützer (3 mal so viele, wie für Einreichung notwendig sind).
"Wir orten eine große Solidarität der Bevölkerung damit dieser angekündigte Kahlschlag der Postämter verhindert wird", sagt Franz Gosch, Vorsitzender der Christgewerkschafter. Bis nächste Woche besteht noch die Möglichkeit Unterstützungserklärungen abzugeben. Infos unter www.fcgpost-ooe.at.
Die Steirischen Christgewerkschafter sehen ein jahrelanges Versäumnis des Postmanagements, welches trotz bester Voraussetzungen und Marktdominanz in verschiedensten Regionen es nicht geschafft hat, neue Geschäftsfelder für die Post AG zu eröffnen. „Wenn diesem Vorstand bislang nichts anderes eingefallen ist, als das was wir jetzt sehen, dann sind die Herren rücktrittsreif. Nur zuzusperren und die Leute hinaus werfen ist der Gipfel der Ratlosigkeit“, so Gosch und Höllerbauer unisono.
ÖVP-Initiative für Postämter
Die ÖVP hat bereits im November 08 einen Antrag im Landtag eingebracht, wonach die Universaldienstverordnung soweit eingehalten werden muss, dass die ohnehin bereits stark dezimierten Postämter in der Steiermark nicht weiter von Schließungen betroffen sind. Insbesondere wird LH Voves aufgefordert sich ebenfalls beim Kampf für die Erhaltung der Postämter einzusetzen. Über die kommunalpolitische Vereinigung der ÖVP wurden mit zahlreichen Bürgermeistern Kampagnen geführt, um den Postraub zu verhindern. Schon im Jahr 2002 haben rund 80.000 Menschen gegen die Schließung der Postämter in der Steiermark unterschrieben.