FCG-Magazin Herbst 3/2020

FCG-Magazin 3-2020
Neue Obfrau in der Berufsschülerunion Steiermark

„Den Lehrlingen und Berufsschülern zu helfen, wo sie alleine nicht weiter kommen und wo der Mut fehlt, für seine Anliegen aufzustehen“: Das will Cheyenne Jehsenko, die neue Landesobfrau der Berufsschülerunion (BSU) Steiermark. Beim Landestag der BSU in Graz wurde sie gemeinsam mit dem neuen Landesgeschäftsführer Jozep Brna und dem neuen Landesvorstand mit 100% der Delegiertenstimmen gewählt „In meiner Zeit als Lehrling und Mitarbeiterin in der Landesschülervertretung habe ich einen guten Einblick in die Welt der Lehrlinge bekommen – mit allen Pflichten und Problemen“, berichtet die 20-jährige Grazerin, die viel Erfahrung in der österreichischen Schülervertretung gesammelt hat. Es ist viel zu tun, neben den laufenden zu behandelnden Covid- Problemen, ist es der neuen Obfrau ein großes Anliegen, das Essen an den Berufsschulen zu verbessern und die Verkehrsanbindungen zu attraktiveren. „Wir arbeiten gut mit den Berufsschulsprechern zusammen, einige Pilotprojekten wurden hier schon auf die Reihe gebracht. Bei Fragen und Anliegen können sich Lehrlinge jederzeit melden: jozef.brna@schuelerunion-stmk.at. Der neue Vorstand der steirischen Berufsschülerunion: Obfrau Cheyenne Jehsenko, Stv. Gregor Pelzmann, Stv. Gregor Pelzmann, Stv. Lauretta Egharevba, Geschäftsführer Jozef Brna, Finanzreferent Denis Nail . Bildunterschrift: Der neue BSU Vorstand mit Ehrengästen, Bildmitte Obfrau Cheyenne Jehsenko BSU Obfrau Cheyenne Jehsenko , mit BSU Geschäftsführer Jozef Brna (l) und FCG Vors. Franz Gosch
FCG Magazin Sommer 02/2020

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FCG-Steiermark kritisiert „Jobabbau“ bei Secop-Mitarbeitern

Nidec hat mit 1. Juni 2020 wie vorgesehen eine Fertigungslinie im Fürstenfelder Kühlkompressorenwerk von Secop übernommen. Für Aufregung sorgt aktuell allerdings ein geplanter neuer Standort für Verwaltung und F&E. Seit Juni ist Nidec offiziell Eigentümer der Delta-Fertigungslinie im Fürstenfelder Kompressorenwerk. Auch von der EU-Wettbewerbsbehörde gab es grünes Licht. Nun sind rund 90 der knapp 400 Arbeitsplätze in dem oststeirischen Werk gesichert. 40 Mitarbeiter fertigen an der Delta-Linie Kühlkompressoren für Haushaltskühlschränke, rund 50 sind an der Fertigungslinie für Waschmaschinenmotoren tätig. Diese Linie war auch während dem jüngsten Secop-Intermezzo weiter von Nidec betrieben worden. „Damit hängen aber immer noch über 300 Leute in der Luft“, sagt Arbeiterbetriebsratsvorsitzender Gerald Weber. Im Werk gibt es noch eine dritte Fertigungslinie (Kappa) – dort stellen etwa 120 Mitarbeiter Kühlkompressoren für Kühlregale her. Secop hält weiter an dem Plan fest, diese Linie im August ins slowakische Schwesterwerk in Zlate Moravce zu verlagern. Für den Betriebsrat ist die Verlagerung allerdings noch nicht in Stein gemeißelt: „Solange die Maschinen da sind, gibt es eine Chance.“ Standort in Gleisdorf oder Graz gesucht Zu den Produktionsmitarbeitern kommen noch etwa 170 Mitarbeiter in der Qualitätssicherung, Instandhaltung sowie Forschung und Entwicklung. Aktueller Aufreger: Auch die Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung (90 Mitarbeiter) wird – voraussichtlich im dritten Quartal des heurigen Jahres – aus Fürstenfeld abgesiedelt. Geprüft werden derzeit Standorte in Gleisdorf und Graz bzw. Raaba. Dort sollen laut einer Secop-Mitarbeiterinformation 45 Angestellte weiterbeschäftigt werden. Die FCG Steiermark kritisiert diesen Schritt. Im Vorjahr habe Secop noch eine Jobgarantie für die 90 Arbeitsplätze der Konzernzentrale mit F&E in der Steiermark abgegeben. „Mittlerweile ist bloß noch von 45 garantierten Stellen die Rede, 45 Stellen sollen ins Ausland verlagert werden.“ Bei Secop erklärt man den „Wegfall“ der Jobs so: Manche Mitarbeiter würden an den neuen Standort nicht mitgehen wollen, andere bei Nidec unterkommen. Außerdem habe man coronabedingt Anpassungen vornehmen müssen. Unmut in Fürstenfeld In der Stadt Fürstenfeld stößt der Abschied von Secop auf ordentlich Unmut. „Man sieht einmal mehr, dass man Secop nicht vertrauen kann“, sagt Bürgermeister Franz Jost. Laut ihm habe das deutsche Unternehmen in der Vergangenheit Zugeständnisse etwa bei der Kappa-Linie nicht eingehalten. Diese hätte nämlich in Fürstenfeld bleiben sollen, sagt Jost, der sich weiter um die Erhaltung der Linie einsetzen möchte. Angesichts des nun bevorstehenden Personalabbaus zeigt der Bürgermeister froh darüber, dass mit Nidec nun aus seiner Sicht auf „das richtige Pferd“ gesetzt wurde. Hälfte der Jobs fällt weg In einer zehnmonatigen Übergangsfrist arbeiten nun die 90 von Nidec übernommenen Mitarbeiter im Rahmen eines Abkommens auch für Secop. Nach Ende der Frist geht man bei Secop und auch vonseiten des Betriebsrats davon aus, dass, so noch weitere Mitarbeiter von Nidec übernommen werden, Jobs für bis zu 190 Mitarbeiter gesichert sein könnten. Gut die Hälfte der 387 Arbeiter und Angestellten würde somit den Arbeitsplatz verlieren. Bild: Hochrangige FCG – ÖAAB Delegation mit Bürgermeister bei Secop/Nidec Fürstenfeld, vlnr BGF LV Franz Gosch, LS Rene Heinrich, BRV. Gerald Weber, Bgm. Franz Jost, Gf. LV KR Ing. Peter Amreich, ÖGB-LV-Stv. KR Franz Haberl, ÖAAB-LGf. KR Günther Ruprecht.
FCG Steiermark fordert für die Zeit nach Corona: Telefonische Rezeptverschreibung beibehalten!

Seit Beginn der Coronakrise ist es möglich, Papierrezepte durch elektronische Rezepte zu ersetzen. Oft genügt ein Anruf beim Arzt, der das Rezept dann per eMedikation, eMail oder Fax an die gewünschte Apotheke übermittelt. Der Geschäftsführende Vorsitzende der FCG Steiermark und Arbeiterkammerrat Ing. Peter Amreich, fordert die dauerhafte Fortsetzung dieser besonders für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer praktischen Regelung. „Gerade für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die dauerhaft auf ein Medikament angewiesen sind, würde das ein altbekanntes und viel kritisiertes Problem lösen“, so Peter Amreich. „Beschäftigte müssen teilweise jeden Monat zum Arzt und in die Apotheke pilgern, um ihre Dauermedikation zu bekommen. Das ist für viele auch eine zeitliche und bürokratische Belastung, die mit der jetzigen Regelung gut gelöst ist .“ Christgewerkschafter Amreich weist darüber hinaus darauf hin, dass das Warten auf das Rezept in der Ordination unnötige Ansteckungsgefahren birgt, ärztliche Ressourcen blockiert und somit für andere Patienten die Wartezeiten erhöht. Damit ist seit der Corona-Pandemie Schluss, die Maßnahme gilt allerdings nur befristet. Für die Ausstellung eines Rezepts genügt ein Anruf beim Arzt, der dann das Rezept elektronisch an die angegebene Apotheke weiterleitet. In der Apotheke abholen kann das Medikament auch eine Person, die den Patienten und seine Sozialversicherungsnummer kennt. Unterstützt wird diese Forderung auch von FCG (GPA) Bundesgeschäftsführer Franz Gosch, diese Praxis auch nach der Corona-Krise dauerhaft weiterzuführen ist sinnvoll und bringt Erleichterung für die ohnehin begrenzten Kapazitäten bei den Allgemeinmedizinern. eMedikation und eRezept bieten die technischen Möglichkeiten für eine neue und unbürokratische Medikamentenversorgung. Fragen aus Sicht des Datenschutzes sind lösbar. „Ob und in welchem zeitlichen Intervall der Arzt den Patienten vor Verschreibung eines Medikaments persönlich sehen und untersuchen will, entscheidet weiterhin der Arzt“, so Peter Amreich abschließend. Bild: Gemeinsam für eine neue und unbürokratische Medikamentenversorgung, BGF LV. Franz Gosch und Gf. LV Ing. Peter Amreich.
Wirte-Paket bringt auch Erhöhung der steuerfreien Essensgutscheine für Arbeitnehmer!

Steirische Christgewerkschafter sehen ein langjähriges Anliegen umgesetzt! Die Christlichen Gewerkschafter begrüßen das am Montag vorgestellte Wirte-Hilfspaket: „Hier werden wirksame Maßnahmen gesetzt, um den Fortbestand der Gastronomiebetriebe zu gewährleisten und die Existenzgrundlagen der Inhaber und MitarbeiterInnen zu sichern“, so Peter Amreich, geschäftsführender Landesvorsitzende der FCG Steiermark. Das Förderpaket ist 500 Millionen Euro schwer, aber diese Maßnahmen werden erst wirksam, wenn auch die Umsätze in der Gastwirtschaft wieder richtig anspringen. Hierzu wurde auch eine Maßnahme gesetzt, mit der nun eine langjährige Forderung von ÖAAB und FCG in die Tat umgesetzt wird. “Wir sind hocherfreut, dass sich unsere Bemühungen für die Erhöhung der steuerfreien Essensgutscheine gelohnt haben ”, so Christgewerkschafter Amreich. Im Rahmen des Wirte-Hilfspakets wurde der steuerbefreite Rahmen, für die von vielen Arbeitgebern bereit gestellten Essens- Gutscheine für Mahlzeiten in den Gastwirtschaften, von 4,40 Euro auf 8 Euro pro Arbeitstag angehoben. Ebenfalls sind die Steuerfreigrenzen für Lebensmittelgutscheine von 1,10 Euro auf 2 Euro pro Arbeitstag erhöht worden. “Wichtig ist, dass hier ein Schritt in die richtige Richtung gesetzt wurde um für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben diese Steuerfreigrenzen zu ermöglichen. Wir werden uns jetzt an die Betriebe wenden und appellieren an die Arbeitgeber, ihren Etat für betriebliche Sozialleistungen bei Essensgutscheinen auf das neue steuerfreie Ausmaß zu erhöhen, um so ihre Belegschaft zu fördern und den Konsum bei den Gastwirten zu erhöhen“, so Amreich abschließend.
FCG-ProGe Steiermark setzt ein Zeichen!

Trotz COVID-Kurzarbeit auf zwei Linien, war die Beteiligung bei den Betriebsratswahlen der Arbeiter der Firma Secop Austria Gmbh in Fürstenfeld, mit 80% sehr gut. Unser umtriebiger Betriebsratsvorsitzender Gerald Weber hat mit seiner Liste fünf der sechs Mandate erringen können. Einen weiteren großen Erfolg konnte der BRV Gerald Weber gemeinsam mit der FCG-Steiermark mit dem Rückkauf der Delta Linie und den damit verbundenen Arbeitsplätzen in der Region erringen. Aktuell sind noch immer etwa 200 Arbeitsplätze im Fürstenfelder Kommpressorenwerk akut gefährdet, weil die Kappa Linie in die Slowakei verlagert werden soll. Nur gemeinsam können und werden wir uns diesen Herausforderungen stellen, um den Erhalt der Arbeitsplätze zu sichern. Bild: BRV. Gerald Weber unermüdlich im Einsatz für seine Kolleginnen und Kollegen
FCG STEIERMARK: Begrüßt den Start der neuen Steirischen Internetoffensive STEIRISCHE REGIONEN BRAUCHEN HIGHSPEED UND DIGITALE CHANCENGLEICHHEIT

Die Corona Krise bringt zum Thema Digitalisierung der Arbeitswelt, Schwachstellen und Fehleinschätzungen aus der Vergangenheit ans Tageslicht. Die Steirischen Christgewerkschafter (FCG) mit ihrem GF. Landesvorsitzenden Peter Amreich fordert jetzt ein rasches Handeln und begrüßt den Start der neuen Internetoffensive für die Steiermark. Ausdrücklich gelobt wird dabei die von Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl entwickelte Breitbandstrategie, welche gestern im Landtag einstimmig beschlossen wurde. Die FCG-Gewerkschafter drängen nun auf eine rasche Umsetzung der Investitionen und appellieren an die Netzbetreiber nunmehr den Ausbau des Breitbandes zu beschleunigen, denn die Internetversorgung der Steiermark braucht einen „highspeed“, den Hebel dazu hat die Landespolitik gestern geliefert. Die Situation war dramatisch: Innerhalb weniger Tage mussten sich die österreichische Wirtschaft und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf neue Arbeitsverhältnisse einstellen. Gerade in den Betrieben, in denen Homeoffice eine drohende Kurzarbeit verhindert hatte, war ein schnelles und stabiles Internet von zu Hause gefragt. Wenige Unternehmen hatten jedoch ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schon vor der Krise die Möglichkeit gegeben, Arbeiten von zu Hause zu erledigen. Dementsprechend gab es auch keine fertigen Betriebsvereinbarungen, auch der Unfallversicherungsschutz musste rasch für Heimarbeiter adaptiert werden, um Rechtssicherheit gewährleisten zu können. Seit Jahren ist der Telekom-Sektor einem massiven Preisdruck ausgesetzt, wodurch Investitionen nur in Ballungszentren vorangetrieben wurden. Das rächt sich jetzt – viele ländliche Regionen haben keine tragfähige Internet-Anbindung, Betriebe und Bevölkerung erleiden hier einen eklatanten Standortnachteil. „Beim Internetausbau wurde viel zu lange zugewartet, vor allem die ländlichen Regionen brauchen mehr digitale Chancengleichheit“, so Peter Amreich, GF. FCG-Landesvorsitzender und Betriebsratsvorsitzender der A1 Telekom. Schon 2019 wurden von ÖAAB-FCG dementsprechende Anträge in der Arbeiterkammer eingebracht. Ziel: Ein attraktives Homeoffice der Wirtschaft und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anzubieten. Schon damals ließen speziell Online-Konferenzen und Down- und Uploads vom Firmenserver so manchen Breitbadanschluss an seine Grenzen kommen – bis heute! Die FCG Steiermark begrüßt deshalb ausdrücklich die gestern von LR Barbara Eibinger-Miedl erkämpfte Investition von 75 Millionen für den Breitbandausbau, fordert nun aber eine Beschleunigung insbesondere von den Netzbetreibern, da der digitale Vollausbau der Steiermark nicht weiter warten kann. „Die Digitalisierung der steirischen Regionen ist ein wesentlicher Beitrag zur Wirtschaftsförderung und Arbeitsplatzsicherung auch im ländlichen Raum, so FCG Bundesgeschäftsführer Franz Gosch. Sehr positiv ist die jüngste Initiative von Land Steiermark (SFG) und der Arbeiterkammer, wonach Telearbeitsplätze bis zu € 5.000,- gefördert werden können. „Ein wichtiger Beitrag für neue flexible Arbeitsmodelle, Voraussetzung bleibt aber ein leistungsfähiger, aber auch leistbarer Internetzugang für alle“, so Peter Amreich abschließend!
FCG Magazin Frühling 2020

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Top Seminar 2020 „Du bist gefragt!“

Das traditionelle TOP Seminar für FCG Betriebsräte/innen fand diesmal am Weizberg im GH Ederer statt. Mit rund 70 Teilnehmer/innen wurden in einem Workshop die zukünftigen Herausforderungen für die FCG-Steiermark in Verbindung mit der Arbeiterkammer und unseren Partnerorganisationen erarbeitet und in aktiven Diskussionsrunden erörtert. Zu Beginn referierte der ÖAAB Generalsekretär Christoph Zarits über das neue Regierungsprogramm und vermittelte den Teilnehmern somit eine Übersicht über die anstehenden Pläne der Bundesregierung. Zum abendlichen „Chill Out“ traf auch unsere Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend Mag. (FH) Christine Aschbacher ein, die ausführlich über ihr neu übernommenes Ressort berichtete. Im Zuge ihres Besuches überreichte Sie dem langjährigen BRV. Gerhard Pivec das goldene Ehrenzeichen der Bundes FCG.